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Mit unter 30 an Pflege denken?

An dieser Stelle geben wir Ihnen einen Einblick in die Überlegungen unserer Werkstudentin Nadine Michelle Rublé. Sie arbeitet seit Frühjahr 2019 in der Kommunikationsabteilung bei compass und kommt nun natürlich öfter als zuvor mit dem Thema Pflege in Kontakt.

Foto von Nadine Michelle Rublé
Nadine Michelle Rublé, 27, Werkstudentin bei compass und Autorin dieses Textes

Neue Perspektiven

Mit unter 30 an Pflege denken?

Es heißt, dass neue Wege neue Perspektiven eröffnen. Ein Sprichwort, das meiner Meinung nach gut zum Thema Pflege passt. Unter 30 an Pflege denken? Eine anfangs schwierige Frage, denn als noch relativ junger Mensch mache ich mir über vieles Gedanken, weniger aber über Pflege. Natürlich weiß ich, dass Krankheit und Pflege Themen sind, die nicht nur eine Altersgruppe betreffen. Jedoch hatte ich diese Dinge hauptsächlich mit älteren Menschen - wie mit meinen Großeltern, die nun einmal langsam in dieses Alter kommen - in Verbindung gebracht.

Lange Zeit habe ich eher weniger Kontakt mit dem Thema Pflege gehabt - warum auch? Ich bin jung.

Seit April 2019 arbeite ich als Studentin in der Zentrale der compass pflegeberatung in Köln. Meine Sicht auf das Thema Pflege veränderte sich jedoch schon vor dieser Zeit, als innerhalb meines Verwandtschaftskreises ein Unfall passierte und meine Patentante mit Mitte 50 von einem auf den anderen Tag pflegebedürftig wurde. Was sich alles für die Familie änderte, erfuhr ich vor allem durch die Kinder meiner Patin, die sich plötzlich intensiv und ohne vorherige Vorbereitung mit diesem Thema auseinandersetzen mussten.

Was also ist dieses Alter, ab dem man sich über solche Dinge Gedanken machen und damit rechnen muss?

Der Großteil der Gesellschaft setzt das Thema Pflege überwiegend mit älteren Menschen in Verbindung. Dabei sind es nicht nur diese Menschen, denen ich beispielsweise in einer großen Stadt wie Köln in der Bahn oder beim Einkaufen begegne. Ich sehe ganz unterschiedliche Menschen, mit verschiedenen Geschichten und Schicksalen, unabhängig ihres Alters.

Besonders in Erinnerung ist mir in diesem Zusammenhang ein Abend geblieben, an dem ich mit Freunden eine Diskothek besuchte. Dort sah man wie üblich junge Menschen, die tanzten und Spaß hatten. Was mir dort direkt auffiel, war ein junger Mann auf der Tanzfläche, der trotz seiner physischen und psychischen Einschränkungen genauso Spaß hatte, wie die anderen auch. Sein Betreuer erzählte uns, dass besagter junger Mann an diesem Abend zum ersten Mal in einer Diskothek war.

Gruppenfoto von Einzig-art-ICH
Aufklärung verbindet: die Community von Einzig-art-ICH machen mit ihren Geschichten und ihren Themenwochen auf neue Krankheitsbilder aufmerksam. © Einzig-art-ICH

Ob ich an seiner Stelle zwischen all den gesunden Menschen auch so ausgelassen gefeiert hätte?

Eine Antwort darauf habe ich nicht. Ich denke jedoch, dass genau deswegen gute Pflegeberatung so wichtig ist. Damit Personen wie der junge Mann - trotz Einschränkungen - das Leben genießen und daran teilhaben können. Um dies zu verwirklichen, braucht es daher Unterstützung bei der Orientierung und Organisation eines individuellen Pflegemodells.

Wie vielfältig die Art der Pflegebedürftigkeit ausfällt, zeigt auch ein Zusammenschluss Gleichgesinnter in den sozialen Netzwerken namens Einzig-art-ICH, auf das ich gestoßen bin. Die Gründerin Vanessa Schäfer initiierte 2017 die Idee zu diesem Projekt, nachdem ihre Freundin einen lebensgefährlichen Unfall erlitt und sich mühselig zurück ins Leben kämpfen musste. „Wir wollen zeigen, dass jeder Mensch einzigartig ist und Aufklärungsarbeit in- und außerhalb der sozialen Netzwerke leisten“. Mit Hilfe ihrer Themenwochen auf Instagram und Facebook will das Projekt auf neue Krankheitsbilder und Geschichten aufmerksam machen. Bald findet wieder eine Themenwoche statt und compass möchte Einzig-art-ICH kommunikativ unterstützen.

Einzig-art-ICH zeigt einer breiten Öffentlichkeit, dass Pflege nicht nur ein Thema für ältere Menschen ist, sondern auch für junge Leute, die anders sind als ihre Altersgenossen und trotzdem dieselben Ansprüche, Ziele und Träume haben.

Solche Projekte und Geschichten über Schicksale eröffnen die Möglichkeit, das Thema aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Es zeigt mir, dass Pflege viele Gesichter hat und sowohl für ältere Menschen wie meine Großeltern, als auch für jüngere Menschen wie meine Patin, den jungen Mann auf der Tanzfläche oder für die Community von Einzig-art-ICH gedacht ist.

Was mir diese Beispiele vor Augen führen, ist, dass das Leben oft unberechenbar sein kann und man sich daher auch schon als junger Mensch mit dem Thema auseinandersetzen sollte. Für mich ist Pflege daher nicht nur schwarz-weiß, sondern genauso vielfältig und bunt wie die Menschen selbst und deren Bedürfnisse. Zudem ist es nie zu früh, sich darüber Gedanken zu machen.

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