Compass Pflegeberatung

Vorsorge Coach

Sicher Wohnen im Alter - mit dem "compass Vorsorge Coach"

Sie möchten auch im Alter noch selbständig und unbeschwert in Ihren eigenen vier Wänden wohnen? Mit dem “compass Vorsorge Coach - Fit daheim” können Sie sich schon jetzt darauf vorbereiten und Ihr Zuhause sicher und altersgerecht gestalten. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für Ihre Vorsorge und beantworten Sie die folgenden Fragen. Anschließend erhalten Sie eine persönliche Auswertung mit Tipps für Ihre individuelle Wohnsituation.

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Die Treppe im Haus, der lange Weg ins Bad, zu hohe Türschwellen oder schlechte Beleuchtung. Damit Sie sich auch im Alter zu Hause wohl fühlen, helfen die folgenden Fragen, frühzeitig eine altersgerechte Einrichtung zu planen und zu überlegen, wo eine Umgestaltung oder Umbauten sinnvoll sind.

Folgende Dinge empfinde ich zu Hause als mühsam oder hinderlich:

Treppensteigen, hohe Stufen oder Türschwellen
den niedrigen Toilettensitz
den Ein­ und Ausstieg in Dusche oder Badewanne
Teppichkanten oder herumliegende Kabel
schlechte oder mangelnde Beleuchtung in den Räumen

Rundum fit fürs Alter

Ihre Aussagen zeigen: Sie sind fit fürs Alter und bereits gut auf ein selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden vorbereitet. Bleiben Sie trotzdem sensibel gegenüber Veränderungen und nutzen Sie bei Bedarf Unterstützungsangebote. Einige Möglichkeiten haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Zu den Tipps

Fit für den Alltag zu Hause

Ihre Antworten zeigen: Sie sind bereits sehr gut auf ein selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden vorbereitet. Trotzdem sollten Sie sensibel gegenüber Veränderungen sein und bei Bedarf Unterstützungsmöglichkeiten nutzen. Hierbei helfen Ihnen die folgenden Tipps.

Zu den Tipps

Gut vorbereitet fürs Wohnen im Alter

Ihre Antworten zeigen: Sie haben sich schon viele Gedanken zum Thema Wohnen und Leben im Alter gemacht und wissen, was wichtig ist. Damit Ihr Zuhause rundum altersgerecht gestaltet ist, sollten Sie die folgenden Tipps berücksichtigen.

Zu den Tipps

Je früher, desto besser: Bereiten Sie sich jetzt auf Ihren Alltag im Alter vor

Ihre Antworten haben gezeigt, in welchen Bereichen Sie Maßnahmen für einen sorgenfreien Alltag im Alter treffen können. Die konkreten Hinweise und Tipps helfen Ihnen dabei, schon jetzt für ein selbständiges und altersgerechtes Leben in den eigenen vier Wänden zu sorgen.

Zu den Tipps

Mit Unterstützung fit durch den Alltag zu Hause

Ihre Antworten sind ein guter Hinweis, wo und wie Sie durch gezielte Unterstützung Ihren Alltag zu Hause im Alter erleichtern können. Die nachfolgenden Hinweise helfen Ihnen bei der Organisation. Erfahren Sie, wo Sie Ansprechpartner finden, wie Sie Ihr Wohnumfeld altersgerecht gestalten und Ihre Gesundheit schonen.

Zu den Tipps

Ihre persönlichen Tipps

Aus Ihren Antworten ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, wie Sie ein selbständiges und altersgerechtes Leben zu Hause vorbereiten können. Klicken Sie auf das jeweilige Thema, dann erscheinen in die blauen Überschriften unserer Tipps für Sie. Klicken Sie darauf, um unsere Tipps zu lesen.

  • Wohnumfeld
  • Aktivität und Mobilität
  • Soziales Umfeld und Vorsorge
  • Medikamente
  • Körperliches Wohlbefinden
  • Geistige Fitness
  • Gefühlszustand
  • Handlauf und rutschfeste Treppenbeläge anbringen
  • Elektrischen Treppenlift installieren
  • Toilettensitzerhöhung anbringen
  • Ein­ und Ausstieg für Dusche und Wanne erleichtern
  • Stolperfallen beseitigen
  • Wohnraum und Wege beleuchten
  • Vorrausschauend planen
  • Hinlegen und Aufstehen erleichtern
  • An­ und Ausziehen leicht gemacht
  • Sicher fühlen beim Duschen und Baden
  • Kleine Alltagshilfen einbinden
  • Hilfe im Haushalt annehmen
  • Technische Lösungen finden
  • Wahrnehmung sensibilisieren
  • Hausnotruf
  • Hilfe aus dem Umfeld organisieren
  • Soziale Kontakte pflegen
  • Schüssel und Notfallkontakt hinterlegen
  • Besuchsdienst nutzen
  • Soziale Kontakte erhalten
  • Hausarzt informieren
  • Nebenwirkungen ausschließen
  • Medikamenteneinnahme organisieren
  • Vorsicht beim eigenständigen Einnehmen von Medikamenten!
  • Medikamente richtig dosieren
  • Körperliche Beschwerden frühzeitig abklären
  • Hör­- und Sehvermögen überprüfen
  • Den Rücken fit halten
  • Den Beckenboden trainieren
  • Auf eine gesunde Ernährung achten
  • Schwindelgefühl vorbeugen
  • Den Körper fit halten
  • Anzeichen einer Demenz erkennen
  • Geistig fit halten
  • Sozialen Austausch suchen
  • Über Dinge sprechen
  • Zeit für Interessen und Hobbys nehmen
  • Geistig fit durch Vielfalt
  • Über Emotionen sprechen
  • Stimmung positiv beeinflussen
  • Gefühle teilen
  • Das Leben genießen
  • Über alternative Wohnformen informieren

Für ein unbeschwertes Leben im Alter in den eigenen vier Wänden gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus auf diesen Lebensabschnitt schon heute vorbereiten können.

Ein Handlauf oder Haltegriff entlang der Treppe sorgt für Halt beim Treppensteigen und schützt vor Stürzen. Wichtig ist, dass der Griff durchgängig ist und über die letzte Stufe hinaus führt (mind. 30 cm).

Tipp: Ein Handlauf kann Ihnen auch in langen Fluren das Gehen erleichtern.

Auf den Treppenstufen selbst sollten Sie außerdem rutschfeste Belege anbringen. Sie können z. B. Kunststoff­ oder Metallschienen mit aufgerauter Oberfläche oder selbstklebende Stufenmatten aus dem Baumarkt verwenden.

Hinweis: Größere bauliche Veränderungen sprechen Sie am besten vorher mit der Hausverwaltung oder dem Eigentümer ab.

Mit einem elektrischen Treppenlift können Sie Treppen in Ihrem Haus bequem bewältigen. Je nach Modell fahren Sie damit einfach im Stehen oder Sitzen die Stufen entlang. Treppenlifte können nahezu an jeder Treppe eingebaut werden.

Hinweis: Über bauliche Veränderungen sprechen Sie am besten vorher mit der Hausverwaltung oder dem Eigentümer.

Toiletten sind häufig sehr niedrig – entsprechend mühsam ist das Hinsetzen und Aufstehen. Eine Erhöhungen des Toilettensitzes ist eine einfache und praktische Lösung: Fertige Aufsätze können leicht auf der vorhandene Toilette montiert werden.

Tipp: Mit Haltegriffen an den Wänden erleichtern Sie zusätzlich das Hinsetzen und Aufstehen.

Haltegriffe neben der Badewanne oder in der Dusche erleichtern Ihnen den Ein-­ und Ausstieg bzw. das Hinsetzen und Aufstehen beim Duschen oder Baden. Die Griffe erhalten Sie in verschiedenen Größen im Baumarkt.

Zusätzlich sorgen Antirutschmatten vor und in der Wanne oder der Dusche für mehr Halt und Sicherheit im Bad. Die Matten sind angenehm weich und verhindern ein Wegrutschen auf nassen Oberflächen.

Damit Sie auch im Alter nicht auf ein Bad verzichten müssen, ist ein Wannenlift hilfreich. Er unterstützt das Hinsetzen und Aufstehen in der Wanne. Es gibt unterschiedliche Varianten für nahezu jede Badewanne.

Sollten Sie eine Dusche nutzen, könnte der Einbau einer flacheren Duschtasse sinnvoll sein. Dadurch fallen hohe Kanten weg, die Sie sonst beim Ein- und Ausstieg in die Dusche überwinden müssen.

Damit Teppichkanten und herumliegende Kabel keine Stolperfallen im Haushalt sind, sollten diese fest angebracht bzw. gut verstaut werden. Hilfreich sind z. B. Teppichkleber oder Antirutschmatten unter dem Teppich und für herumliegende Kabel Kabelleisten oder Kabelkanäle aus dem Baumarkt.

Tipp: Teppiche oder Kabel können auch an der Wand hängen bzw. dort verlegt werden.

Ausreichende Beleuchtung in allen Wohnbereichen ist besonders wichtig, damit Sie sich langfristig sicher in Ihren eigenen vier Wänden bewegen können. Nachtlichter und Bewegungsmelder (aus dem Baumarkt) sind besonders abends und nachts hilfreich, damit Sie schnell Licht haben, ohne lange den Lichtschalter suchen zu müssen.

Sie fühlen sich wohl und sicher in Ihren eigenen vier Wänden und können Ihren Alltag ohne Probleme selbständig bestreiten. Damit das so bleibt, sollten Sie bei einem Umzug oder Neuerungen dennoch möglichst vorausschauend planen und z. B. auf Barrierefreiheit achten, Betten und Sanitäranlagen altersgerecht auswählen oder bei neuen Geräten auf eine einfache Bedienung achten.

Sie möchten sich im Alter aktiv in Ihren eigenen vier Wänden bewegen und mobil und fit für Alltag und Haushalt bleiben? Hier sind Ihre persönlichen Tipps, darauf vorbereiten können.

Ein elektrisch höhenverstellbares Bett ist optimal, um einfach aus dem Bett ein­ und auszusteigen. Alternativ können Sie auch die vorhandenen Lattenroste durch elektrische Einlegerahmen ersetzen. Diese können ebenfalls über eine Fernbedienung in der Höhe verstellt werden. Vorteil: Sie können das alte Bett weiter verwenden.

Eine Aufrichthilfe über dem Bett oder eine Bettleiter sorgen zudem dafür, dass Sie sich leichter im Bett aufsetzen können.

Um Knöpfe und Reißverschlüsse einfach zu schließen und leichter in Schuhe und Strümpfe zu kommen, bieten sich praktische Ankleidehilfen wie Knopfschließer, Strumpfanzieher oder Schuhanzieher im Haushalt an.

Ein Duschstuhl und Haltegriffe an den Wänden können Ihnen das Duschen erheblich erleichtern. So können Sie sich mit einer Hand festhalten oder sich beim Duschen einfach hinsetzen.

Damit Sie auch im Alter nicht auf ein Bad verzichten müssen, ist ein Wannenlift hilfreich. Er unterstützt das Hinsetzen und Aufstehen in der Wanne. Es gibt unterschiedliche Varianten für nahezu jede Badewanne.

Tipp: Antirutschmatten vor und in der Wanne oder der Dusche sorgen zusätzlich für mehr Halt und Sicherheit im Bad. Die Matten sind angenehm weich und verhindern ein Wegrutschen auf nassen Oberflächen.

Für die Unterstützung beim Bücken oder zum besseren Halten von Messer und Gabel gibt es kleine Alltagshilfen mit großer Wirkung: Sogenannte Greifhilfen funktionieren wie ein verlängerter Arm beim Aufheben oder Greifen nach Dingen. Um Messer und Gabel besser halten zu können reicht oft schon eine Verdickung aus Schaumstoff am Griff.

Tipp: Das Material erhalten Sie im Sanitätshaus oder im Baumarkt.

Mittlerweile bieten viele Supermärkte an, Ihre Einkäufe nach Hause zu liefern. Über verschiedene Portale im Internet können Sie auch den gesamten Einkauf online abwickeln. Außerdem sollten Sie sich nicht davor scheuen, Nachbarn, Freunde oder Familie beim Einkaufen und Tragen um Hilfe zu bitten.

Bei Essen auf Rädern können Sie sich sogar Ihre fertige Wunschmahlzeit bestellen, falls Sie selbst nicht kochen möchten.

Auch eine Haushaltshilfe ist eine tolle Lösung, um ein bisschen Unterstützung bei allen anfallenden Aufgaben im Haushalt zu erhalten.

Lange Wege im Haus und herumliegende Kabel können Sie einfach umgehen, indem Sie z. B. ein tragbares Telefon mit mehreren Stationen anschaffen. Das Telefon kann nachts neben dem Bett liegen und funktioniert kabellos. Ebenso sollten Sie beim Kauf neuer Geräte wie Telefon, Handy, TV oder Funkuhr auf extra große Displays, breite Tasten, gute Tonqualität und Speicherfunktionen achten.

Aktuell gibt es keine Einschränkung hinsichtlich Ihrer Aktivität und Mobilität im Haushalt. Bleiben Sie dennoch sensibel in Ihrer Selbstwahrnehmung: Je früher Sie kleine Schwierigkeiten im Alltag erkennen, desto besser können Sie Hilfe und Lösungen organisieren.

Selbständig und fit im Alter zu sein, heißt nicht, ohne Hilfe und Unterstützung auszukommen. Im Gegenteil: Hilfe anzunehmen und schon jetzt für Rückhalt aus Ihrem Umfeld zu sorgen, sichert Ihnen ein unbeschwerten Alltag in den eigenen vier Wänden.

Damit Sie sich zu Hause stets sicher fühlen und im Notfall schnell Hilfe kommt, ist der Hausnotruf eine praktische und sinnvolle Lösung. Über einen Knopf am Handgelenk oder an einer Kette können Sie jederzeit den Notdienst rufen. Der Knopf ist per Funk mit dem Telefon verbunden und löst den Anruf in der Notrufzentrale aus, wo bereits Ihre wichtigen Daten (Name, Adresse, Vorerkrankungen) hinterlegt sind.

Im Alter selbständig und unabhängig in den eigenen vier Wänden zu wohnen, soll nicht heißen, dass Sie alles alleine bewältigen müssen oder im Krankheits­ bzw. Pflegefall auf sich gestellt sind. Im Gegenteil: Sprechen Sie frühzeitig und regelmäßig mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über Ihren Hilfebedarf. Alternativ können Sie auch einen Pflegedienst in Anspruch nehmen, der Sie z. B. im Haushalt oder bei der Körperpflege unterstützt.

Tipp: Ein Pflegedienst kann auch einschätzen, ab wann Ihr Pflegebedarf evtl. hoch genug ist, um eine Pflegestufe zu beantragen. Nehmen Sie auch Ihren gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung wahr (z. B. bei Ihrer Kranken­ bzw. Pflegekasse, den Pflegestützpunkten oder bei compass- Private Pflegeberatung)

Für einen regelmäßigen Austausch mit anderen – sei es bei Ihnen zu Hause auf Kaffee und Kuchen, telefonisch oder außer Haus – ist es wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Scheuen Sie sich nicht, Freunde auch nach langer Zeit wieder anzurufen. Auch über Sportgruppen, einen Lesekreis oder andere Hobbys finden Sie Gleichgesinnte, die eine wichtige Bereicherung für das eigenständige Leben zu Hause sind.

Bei Nachbarn oder einer vertrauten Person in der näheren Umgebung hinterlegen Sie am besten einen Notfallschlüssel. So kommen Sie und eine weitere Person im Notfall jederzeit in Ihre Wohnung. Mit dem Schlüssel können Sie auch Nummer und Adresse einer Kontaktpersonen hinterlegen, die im Notfall informiert werden soll.

Austausch und Besuch sind eine wichtige Bereicherung für das Leben in den eigenen vier Wänden. Besonders dann, wenn Sie Ihre Wohnung nicht mehr so häufig verlassen können. Laden Sie Bekannte und Nachbarn zu sich ein oder wenden Sie sich an einen Wohlfahrtsverband (z.B. ASB, DRK) in Ihrer Nähe – die meisten Verbände bieten Besuchsdienste für Senioren an.

Sie sind bereits in ein starkes soziales Netz eingebunden. Bewahren Sie sich diesen Kreis aus Kontakten auch für die Zukunft und pflegen Sie Ihre Bekanntschaften: Laden Sie ein, rufen Sie an, schreiben Sie und knüpfen Sie trotzdem auch neue Kontakte – z. B. über Hobbys oder Interessen.

Die Einnahme von Medikamenten soll das Älterwerden erleichtern und Beschwerden verringern. Mit den folgenden Tipps, die wir anhand Ihrer Antworten zusammengestellt haben, können Sie ungewollte Wechsel­- und Nebenwirkungen aus dem Weg gehen und Ihrem Alltag zu Hause unbeschwert erleben.

Damit Sie unbeschwert und sorglos im Alter zu Hause leben können, sollten Sie auf eine kontrollierte Einnahme von Medikamenten achten, die keine Neben­ oder Wechselwirkungen verursacht.

Hinweis: Oft verschreiben mehrere Ärzte verschiedene Medikamente – in diesem Fall führen Sie am besten eine Medikamentenliste und informieren Sie Ihren Hausarzt über alle Präparate, die Sie gerade einnehmen, damit er Wechselwirkungen ausschließen kann.

Schwindel, Benommenheit, Übelkeit oder Magenschmerzen können Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Besprechen Sie solche Beschwerden umgehend mit Ihrem Arzt. Es ist wichtig, die Ursache zu finden und für Ihr Wohlbefinden und damit Ihre Sicherheit zu Hause zu sorgen.

Tipp: Notieren Sie ganz genau, wann die Beschwerden auftauchen und was Sie davor gegessen, gemacht oder eingenommen haben.

Wenn Sie alleine zu Hause leben und verschiedene Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen, ist es eine große Entlastung, sich durch einen Wecker oder eine Smartphone-­App an die Einnahme erinnern zu lassen. Zudem hilft ein Medikamentendosierer, die Einnahmen für die ganze Woche im voraus zu planen.

Vitamine, homöopathische Mittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Schüsslersalze können Sie nach den Angaben in der Packungsbeilage bedenkenlos einnehmen. Über andere Medikamente, die Sie rezeptfrei aus der Apotheke oder im Internet beziehen und regelmäßig einnehmen, sollten Sie immer Ihren Arzt informieren, um ungewollte Neben­- oder Wechselwirkungen auszuschließen.

Tipp: Auch in der Apotheke können Sie sich zu Medikamenten, Neben­ und Wechselwirkungen beraten lassen.

Zurzeit benötigen Sie keine Medikamente, um Ihr Wohlbefinden zu sichern. Sollten Sie doch einmal Medikamente einnehmen, ist es vor allem bei rezeptfreien Präparaten wichtig, die Einnahme vorher mit Ihrem Arzt zu besprechen und besonders sensibel gegenüber Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu sein.

Mit Ihren persönlichen Tipps zu körperlichen Fitness können Sie sich auf die körperlichen Veränderungen im Alter vorbereiten und fit für Ihren Alltag in den eigenen vier Wänden halten.

Oft nehmen wir kleine, körperliche Veränderungen oder Beschwerden nicht gleich ernst – dabei ist es gerade für ein unbeschwertes Leben im Alter wichtig, frühzeitig auf die Signale des Körpers zu reagieren.

Beachten Sie: Die meisten Erkrankungen im Alter sind Folge- Erkrankungen, die durch eine geeignete Therapie bei den ersten Anzeichen gut behandelt werden können. Sprechen Sie daher über Symptome immer gleich mit einem Arzt.

Ein schwächeres Hör­ oder Sehvermögen ist eine häufige Alterserscheinung, die aber nicht den Alltag zu Hause und ein eigenständiges Leben einschränken muss. Dafür ist es wichtig, bei ersten Anzeichen von Seh­ oder Hörschwäche einen Augen­- bzw. Hals­-Nasen­-Ohrenarzt aufzusuchen – er kann z. B. eine Brille oder ein Hörgerät verschreiben.

Hinweis: Sollten Sie schon eine Seh­- oder Hörhilfe nutzen, lassen Sie diese regelmäßig überprüfen. Damit sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit und können Ihr Umfeld optimal wahrnehmen.

Ein gesunder und schmerzfreier Rücken verschafft Ihnen einen bewegten und unbeschwerten Alltag in den eigenen vier Wänden. Dafür sollten Sie Ihren Rücken schon früh stärken. Rückenschonendes Heben und Tragen, eine schonende Sitzhaltung, bei Bedarf Physiotherapie oder ein Besuch in einem Kurs zum Thema “Rückenschule” helfen dabei.

Das wichtigste für Ihren Rücken auf einen Blick:

- Vermeiden Sie langes Sitzen und stehen Sie mindestens einmal pro Stunde kurz auf, um sich zu bewegen und zu strecken.

- Versuchen Sie beim Heben von Lasten immer in die Knie zu gehen und den Rücken gerade zu halten.

- Bandscheiben brauchen Bewegung – regelmäßige Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren halten Ihren Rücken fit.

Bei ersten Anzeichen einer Urin­- oder Stuhlinkontinenz ist regelmäßiges Beckenbodentraining sehr effektiv. Mit einfachen Übungen können Sie so einer dauerhaften Inkontinenz im Alter entgegenwirken und eine Alltagsbelastung oder zusätzliche Pflegehilfe zu Hause vermeiden.

So geht’s – Übungen für den Beckenboden:

- Sie sitzen mit leicht nach außen gespreizten Beinen auf einem Stuhl.

- Oberschenkel, Knie und Zehenspitzen bilden eine Linie.

- Der Rücken ist aufrecht und gerade.

- Die Sitzhöcker bzw. Sitzknochen sind deutlich zu spüren (Sie können sie mit den Händen leicht ertasten).

- Den Beckenboden anspannen, indem Sie die Sitzhöcker gleichzeitig nach innen und oben zusammen ziehen (dabei nicht die Gesäßmuskeln einsetzen).

- Die Anspannung über 5 Sekunden halten, dann wieder entspannen.

- Mindestens 10 Wiederholungen durchführen.

Hinweis: Inkontinenz oder Beschwerden beim Stuhlgang sollten Sie unbedingt bei Ihrem Arzt ansprechen – er kann Ihnen bei Bedarf auch Beckenbodentraining bei einem Physiotherapeuten verschreiben.

Die Ursachen für einen hohen Gewichtsverlust sollten Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt herausfinden, um Krankheiten oder Nahrungsunverträglichkeiten auszuschließen.

Zudem können Sie Ihre Gesundheit fördern, indem Sie auf eine vielfältige Ernährung achten und viel Gemüse, Obst und Getreideprodukte essen.

Tipp: Nehmen Sie sich Zeit zum Kochen und Essen. Durch regelmäßige Mahlzeiten können Sie Ihren Alltag in den eigenen vier Wänden am besten strukturieren und tun dabei auch Ihrem Körper etwas Gutes.

Bei aufkommenden Schwindelgefühl, ist es gut zu wissen, was Ihnen hilft, damit Sie sich in den eigenen vier Wänden sicher fühlen. Hilfreich ist es, sich zunächst zu setzen und einen festen Punkt mit den Augen zu fixieren. Zudem sollten Sie ausreichend Wasser (ca. 2,5 Liter) am Tag trinken.

Tipp: Stellen Sich sich schon morgens Ihre Trinkmenge für den Tag bereit – das steigert die Motivation, bis zum Abend alles auszutrinken.

Hinweis: Neben Flüssigkeitsmangel können auch Medikamente oder ein zu niedriger Blutdruck Ursache für Schwindelgefühl sein. Klären Sie das auf jeden Fall mit Ihrem Arzt.

Körperlich fit zu sein und keine Beschwerden zu verspüren ist die beste Voraussetzung, um unbeschwert und aktiv Ihren Alltag im Alter und in den eigenen vier Wänden zu gestalten. Damit Sie auch in Zukunft keine Beschwerden belasten, achten Sie auf Ihren Körper und Ihre Gesundheit. Nehmen Sie auch kleinere Veränderungen oder Auffälligkeiten ernst, so können Sie typische Folgeerkrankungen im Alter rechtzeitig vermeiden.

Anhand Ihrer Antworten im “Virtuellen Hausbesuch” konnten die folgenden Tipps für Sie zusammengestellt werden, die Ihnen dabei helfen, geistig fit für einen selbständigen Alltag im Alter zu bleiben und Krankheiten wie Demenz frühzeitig zu erkennen.

Bemerken Sie bei sich eine zunehmende Gedächtnis­ oder Konzentrationsschwäche, mangelnde Orientierung, Schwierigkeiten bei der Wortfindung, allgemeine Lustlosigkeit an Hobbys und Interessenverlust oder verlegen Sie häufiger Gegenstände, können das Anzeichen einer Demenz sein. Erzählen Sie Ihrem Arzt davon – er kann anhand spezieller Tests feststellen, was die Ursache ist.

Tipp: Je früher Sie die Symptome ansprechen, desto besser. Eine frühzeitige Therapie kann helfen, Sie für den Alltag zu Hause noch lange fit zu halten.

Geistig fit zu sein, hilft Ihnen, Ihren Alltag zu Hause selbständig und zuverlässig zu organisieren. Trainieren Sie deshalb regelmäßig Ihr Gedächtnis durch Kreuzworträtsel, Quizsendungen, Sudoku oder auch Online­-Spiele. Zudem können Sie Kursangebote nutzen, um die Gedächtnis­ und Konzentrationsfähigkeit im Alter zu stärken. Erkundigen Sie sich an der Volkshochschule, im Seniorenbüro oder im Internet nach ‘Gehirnjogging’ oder ‘Gedächtnistraining’.

Gemeinsam in Erinnerungen schwelgen, ein Spieleabend oder eine angeregte Diskussion – regelmäßiger Austausch mit der Familie und Freunden bringt das Gedächtnis in Schwung und hält Sie geistig fit. Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte und lassen Sie sich auch auf neue Themen und Menschen ein.

Tipp: In einem Sportkurs mit anderen, bei einem Kulturausflug oder auf Reisen bekommt das Gehirn “neuen Input”. Das steigert die Aufmerksamkeit und erfrischt den Geist.

Bemerken Sie geistige Veränderungen oder belastet etwas Ihre Seele, sollten Sie versuchen, mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen. Es ist einerseits eine große Entlastung für Sie und andererseits wichtig, damit Angehörige und Freunde wissen, wo und wie man Sie im Alltag unterstützen kann. Auch wenn es Ihnen schwer fällt – lernen Sie über Dinge zu reden, die Sie bewegen.

Sie singen gerne? Sie mögen Schach? Sie haben noch eine Modelleisenbahn im Keller? Gestalten Sie Ihre Zeit zu Hause mit dem, was Sie gerne tun oder schon immer tun wollten. Damit halten Sie nicht nur Ihren Geist fit, sondern strukturieren durch feste Zeiten für Hobbys und Interessen Ihren Alltag im Alter.

Tipp: Für Senioren gibt es zahlreiche Kursangebote an den Volkshochschulen. Informationen und Termine erhalten Sie im Internet.

Wie Ihr Körper, braucht auch Ihr Geist die richtige “Nahrung”, um lange fit zu bleiben. Ideal ist es, das Gehirn durch möglichst vielfältige und abwechslungsreiche Aktivitäten und Informationen zu trainieren. Quizsendungen und Rätsel sind gut für das Gedächtnis, Bücher und Spracherwerb fördern die Konzentrationsfähigkeit, neue Informationen aus Gesprächen sorgen für wichtige Verknüpfungen im Gehirn. Egal, was Sie tun, die Hauptsache ist, dass Sie Spaß daran haben und motiviert sind, sich regelmäßig und dauerhaft in Ihrem Alltag damit zu beschäftigen.

Positive Stimmung und emotionales Wohlbefinden sorgen für einen glücklichen und unbeschwerten Alltag in Ihren eigenen vier Wänden. Beachten Sie die folgenden Tipps und erfahren Sie, wie Sie selbst für emotionale Stärke im Alter sorgen können.

Bei körperlichen Beschwerden gehen wir zum Arzt, um diese zu behandeln. Gleiches sollten Sie auch tun, wenn Sie sich emotional nicht wohl fühlen. Gegen häufige Niedergeschlagenheit oder emotionale Schwankungen kann Ihnen der Hausarzt geeignete Therapien empfehlen, damit Sie sich zu Hause und im Alltag wieder rundum wohl fühlen.

Oft kann unsere Stimmung schon durch Kleinigkeiten positiv beeinflusst werden. Überlegen Sie, was Ihnen bisher immer gut getan hat und sorgen Sie selbst durch schöne Dinge und Erlebnisse für gute Laune in ihrem Alltag.

Tipp: Unternehmen Sie etwas oder laden Sie Bekannten und Freunde zu sich nach Hause ein, wenn Ihnen nach Gesellschaft ist.

Meist gibt es einen Grund für Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit. Dann hilft es, mit Menschen in ähnlichen Situationen darüber zu sprechen und sich über die Gefühle auszutauschen. Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger oder auch das Seniorenbüro (oft im Rathaus der jeweiligen Stadt zu finden) bieten dafür Gesprächskreise an. Fragen Sie auch nach Seniorenclubs oder Veranstaltungen in der Nachbarschaft.

Gerade im Alter treten die Organisation des Alltags, Arzttermine oder familiäre Verpflichtungen oft stark in den Vordergrund – vergessen Sie bei all dem nicht, Ihr Leben zu genießen! Für Freunde, Urlaub, Sport oder einen Spaziergang sollten Sie sich regelmäßig Zeit nehmen. Es gibt auch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen, wenn Sie mal den Tag verschlafen oder das ‘Nichtstun’ genießen.

Wenn Sie sich häufiger alleine fühlen, aber trotzdem ein eigenständiges Leben in Ihren eigenen vier Wänden führen möchten, sind alternative Wohnformen wie Senioren­WGs oder das betreute Wohnen eine beliebte Lösung für das Wohnen im Alter. Hier leben Sie in einer eigenen Wohnung oder in einem eigenen Zimmer, können aber Ihren Alltag mit Mitbewohnern oder einen Betreuer teilen.

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