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compass profitiert in der Pandemie vom guten Arbeitsklima

Als COVID-19 im März 2020 in Deutschland ankommt, müssen bundesweit Unternehmensabläufe innerhalb kürzester Zeit angepasst werden. Auch bei compass war dies der Fall, doch die Pflegeberatung profitierte von vorhandenen Strukturen und rechtzeitiger Vorbereitung. Die drei Abteilungsleiterinnen Claudia Calero (Wissens- und Qualitätsmanagement), Nicole Reinhardt (Pflegeberatung) und Jana Wessel (Politik & Kommunikation) berichten im Rückblick über diese Zeit und ihre bis heute andauernden Auswirkungen.

Als Pflegeberatung besucht compass Klientinnen und Klienten im Rahmen der Beratungseinsätze zu Hause. Außerdem beraten Pflegeberaterinnen und –berater die Ratsuchenden telefonisch aus zwei Teambüros in Köln und Leipzig. Weitere rund vierzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Kölner Unternehmenszentrale, um sich beispielsweise um Personalthemen, Wissensmanagement oder die Unternehmenskommunikation zu kümmern. Durch die Pandemie mussten in allen Bereichen des Unternehmens zum Schutz der Mitarbeitenden und der Klientinnen und Klienten Veränderungen der Betriebsabläufe stattfinden. 

Was waren die größten Veränderungen für compass als Unternehmen, die mit COVID-19 einhergingen?

Jana Wessel: Wir hatten neben der Veränderung durch den Wegfall des direkten Klientenkontaktes an allen Ecken und Enden Veränderungen in der Zusammenarbeit, weil grundsätzlich kein physischer Kontakt mehr möglich war. Auch bei unseren Pflegeberaterinnen und –beratern vor Ort, die es zwar gewohnt sind im Homeoffice zu arbeiten, konnten plötzlich beispielsweise keine Teammeetings mehr live vor Ort stattfinden. Das hat über Nacht eine Umstellung in der gesamten Zusammenarbeit erfordert. Das war intern eine der größten Herausforderungen, die es zu bewältigen galt.

Wie haben Sie Ihre Rolle empfunden, als klar war, dass jetzt alle nach Hause geschickt werden müssen? Welche Auswirkungen hatte diese Veränderung für Sie als Abteilungsleitung?

Nicole Reinhardt: Es war sehr spontan – gefühlt. Von jetzt auf gleich ins Homeoffice. Ich saß zunächst an meinem Küchentisch und habe versucht zu koordinieren, was zu koordinieren war. Das war ein bisschen unwirklich. Auf einmal sitzt man da und versucht alles über den Laptop zu machen, wo wir doch ein sehr kommunikatives Unternehmen sind in dem wir miteinander reden, und zwar persönlich miteinander reden, wenn es möglich ist.

Claudia Calero: Als Abteilungsleiterinnen mussten wir uns auf einmal mit Themen befassen, die neu für uns waren. In die Arbeitsergebnisse ist viel persönliches Interesse an der Pandemie eingeflossen. Ich fand unsere Arbeit extrem konstruktiv und produktiv. Wir haben zum Beispiel neue Kommunikationsformate eingeführt, in denen die Führungskräfte uns Fragen stellen konnten und wo wir drei dann anfangs täglich zur Verfügung standen. Das fand ich total gut. Was meine Arbeit als Abteilungsleitung mit meinen Mitarbeitenden angeht: Es entstanden ganz andere Wege mit den Kolleginnen und Kollegen in Kontakt zu bleiben und auch individuell waren die sehr unterschiedlich.

Jana Wessel: Eine direkte Auswirkung für uns als Abteilungsleiterinnen war, dass genau dieser Kreis verantwortlich dafür war die Betriebsabläufe umzustellen. Das muss man zum einen machen und zum anderen vermitteln. Man muss es so vermitteln, dass es verständlich ist und auch den Informationen und Erkenntnissen entspricht, die aktuell verfügbar sind - und die haben sich vor allem zu Anfang der Pandemie sehr dynamisch verändert.

Wir haben die Informationen dann nicht einfach durchgereicht, denn es lag und liegt uns eben sehr am Herzen abgesicherte Informationen zu transportieren. Das Themenfeld war unheimlich breit. Das heißt, dass das auch nicht nur eine von uns mit ihrem Zuständigkeitsbereich das hätte alleine machen können, sondern wir mussten alle drei und Geschäfts- sowie kaufmännische Leitung permanent miteinander kommunizieren, um fürs Unternehmen die richtige Kommunikation umzusetzen, die eine Veränderung der Betriebsabläufe zur Folge hatte. Das war gerade anfangs sehr, sehr schön, weil wir viel Kontakt hatten und gut viele Lösungen schaffen konnten.

Hand aufs Herz: Gab es auch Dinge, die bei der Veränderung der Arbeitswelt bei compass nur „fast“ geglückt sind und von denen Sie sich wieder verabschiedet haben?

Jana Wessel: Diese Dynamik vom Anfang in den Abstimmungen zu den rechtlichen, technischen und auch mentalen Rahmenbedingungen wollen wir so nicht beibehalten. Das war gut und das war wichtig. PUNKT. Wieder zurück zu kommen zu weniger Tempo war wichtig und gar nicht so einfach.

Claudia Calero: Ein wichtiger Punkt, der nicht immer an allen Stellen gut gelungen ist, ist die Abgrenzung zwischen Beruflichem und Privatleben. Das betrifft uns drei sehr stark, aber auch die Kolleginnen und Kollegen, die normalerweise nicht im Homeoffice arbeiten. Wir haben dieses Thema schon immer mit den Pflegeberaterinnen und -beratern vor Ort bearbeitet und trotzdem fällt immer wieder auf, dass es schwierig ist, weil man ja eben noch ans Telefon gehen kann. An der einen oder anderen Stelle ist das gelungen, an anderen ist es nicht so leicht gewesen.

Ich spreche da das Thema Kinderbetreuung an: Wenn man Arbeit und Privatleben über den Tag stückelt, ergibt sich eine Vermischung. Wieder in eine Normalität zu finden, ist ganz wichtig und eine Herausforderung, die wir noch immer haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei zu begleiten ist wichtig und wirklich zu sagen: Ne, jetzt ist aber Feierabend. Auch wenn Laptop und Handy da sind, beantworten wir jetzt nichts mehr. Ich merke auch an mir selbst, dass ich darauf achten muss.

Nicole Reinhardt: Kleine Stolpersteine, die sicher viele andere Unternehmen auch betrafen, waren die wackelnden Kommunikationsplattformen. Es war auf einmal gefühlt ganz Deutschland im Homeoffice. Die Pandemie als Möglichkeit zu sehen, den Ausbau der digitalen Strukturen in Deutschland voranzutreiben, wäre einer meiner Wünsche. Denn man hat jetzt gesehen, was passieren kann und wie abhängig man plötzlich ist.

Wie sind denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihren Augen mit der neuen Situation umgegangen?

Claudia Calero: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagierten auf die neue Situation extrem konstruktiv. Da gab es am Anfang vielleicht die eine oder andere Reaktion wie „Muss das wirklich sein“, aber ich glaube eigentlich haben es alle kommen sehen. Alle haben geschaut, wie sie ihre Arbeitsplätze zuhause einrichten, ihre Arbeit gut gestalten können und wie sie ihre Kommunikation sicher stellen mit denen, mit denen sie kommunizieren müssen. Und was ich viel gehört habe – nicht nach den ersten Tagen, aber nach den ersten Wochen – wie zufrieden sie mit unserer Vorgehensweise waren, weil sie in ihrem Umfeld ganz andere Dinge erlebt haben. Und da sollten wir das Thema Kurzarbeit und Arbeitsplatzverlust nicht vergessen. Es wurde viel Dankbarkeit aus den unterschiedlichsten Gruppen geäußert. Dieses Feedback hat mich immer wieder motiviert so weiter zu arbeiten, denn ich wusste, unsere Leistung wurde wahrgenommen und wir tun etwas, was verantwortungsbewusst ist.

Nicole Reinhardt: Die Schnelligkeit, mit der wir operiert haben, wurde immer wieder von Kolleginnen und Kollegen gelobt. Dass wir immer voraus gedacht und sehr schnell agiert haben, hat die Kolleginnen und Kollegen durchweg sehr positiv mitgenommen. Man hat auch nach Wochen noch Rückmeldungen von Mitarbeitenden aus den Teams gehabt mit Beispielen aus anderen Firmen, von Verwandten, in denen die Kommunikation nicht so klar und strukturiert lief wie bei compass.

Was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahrgenommen haben, war, dass sie hier einen sicheren Arbeitsplatz haben und wir auch unsere Dienstleistung weiter anbieten können. Wir waren nicht nur für Mitarbeitende, sondern auch für die Klienten da. Wir haben das, was compass auszeichnet, nämlich Pflegeberatung, mit in die Pandemie genommen. Und Mitarbeitende haben rückgespiegelt, dass sie ihre Arbeit machen können – so gut es eben ging – und da gab es sicherlich auch Hürden, die gerade am Anfang genommen werden mussten, aber sie konnten es anbieten. Wir waren da.

Jana Wessel: Das gesamte Klima des Zusammenwirkens, hierarchie- und regionsübergreifend, war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. compass hat von dem guten Arbeitsklima, das die letzten Jahre aufgebaut wurde, profitiert. Wir sehen das ja bei der Auswertung unserer Auszeichnung als einer von Deutschlands besten Arbeitgebern, dass wir ein sehr gutes Arbeitsklima und sehr gute Arbeitsbedingungen haben. Wir konnten diese Umstellungen vornehmen, wie zum Beispiel „Kümmer dich erstmal um deine Betreuungsverpflichtungen, wie regeln das noch“ da wir dem Mitarbeiter vertrauen, dass er wiederum vertrauensvoll mit dem Spielraum umgeht.

Dieses Vertrauen ist nicht selbstverständlich in dieser Breite, wie es bei compass da war und da ist. Es ist perfekt für Krisen – und auch außerhalb der Krise.

Welche der nun angestoßenen Veränderungen möchten Sie denn gerne in die Zeit nach der Pandemie überführen und beibehalten?

Nicole Reinhardt: Was ich persönlich aus der Pandemie mitnehmen möchte, ist das Homeoffice. Wir hatten in der Pflegeberatung vor Ort regulär immer Homeoffice und einzelne Tage Homeoffice in der Zentrale. Die Telefonie war aber fest am Ort und wir haben festgestellt, dass Homeoffice für alle funktioniert. Das möchte ich nicht missen. Ich möchte nicht sagen: Homeoffice forever und jeden Tag, da das Zwischenmenschliche und der fachlich-persönliche Austausch etwas kürzer kommen. Das muss auf jeden Fall wiederkommen. Aber diese Form des Arbeitens zu integrieren, fände ich schön und schaue, dass wir in diese Richtung weitergehen.

Claudia Calero: Digitale Bildungsangebote zu entwickeln oder weiterzuentwickeln hatten wir sowieso auf dem Plan. COVID-19 hat uns allerdings sehr beschleunigt und uns viele Chancen eingeräumt, die wir sonst einfach nicht gehabt hätten. Wir mussten es jetzt einfach machen und schauen parallel: Was wollen wir wirklich in digitaler Form beibehalten und welche Inhalte wollen wir im Präsenzunterricht machen? Ja und das finde ich total klasse, dass wir da einen Entwicklungssprung machen und zwar was unser eigenes Denken angeht, aber auch was die Akzeptanz der Mitarbeitenden angeht.

Jana Wessel: Im Zuge von Corona haben wir verschiedenste Kommunikationsformate aufgesetzt, die nicht auf die formale Vermittlung von Inhalten abzielt, sondern diese Lücke des fehlenden persönlichen Austauschs schließen werden. Wir haben jetzt Formate im Angebot, die sowohl verbindlich sind als auch freiwillig zur Verfügung stehen, um so etwas wie Abendessen oder Sommerfeste, die wegfallen, zu kompensieren. Sie ermöglichen aber auch einen überregionalen, hierarchie- und abteilungsübergreifenden Austausch. Das sind Formate, die wir jetzt natürlich aufgrund der Notwendigkeit einführen, die ich aber sehr gerne auch über Corona hinaus im Unternehmen behalten und auch ausbauen möchte. Denn dadurch, dass wir eine Flächenorganisation sind, ist der Großteil unserer Mitarbeiter immer im Homeoffice. Da machen wir gerade einen großen Schritt nach vorne und es wäre schade, wenn wir da wieder zurücktreten müssten.

Vielen Dank für das Gespräch!

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