Gemeinsam für Pflegebedürftige im Sauerland
Wertvolle Zusammenarbeit gibt es im Arbeitskreis Pflege und Demenz in Hemer. Seit vielen Jahren dabei ist Pflegeberaterin Sabine Gräfe-Meyer.
Im nördlichen Sauerland liegt die Stadt Hemer. Der Märkische Kreis, zu dem Hemer gehört, zählte 2024 knapp unter 30.000 Pflegebedürftige (Quelle: Pflegebericht 2024 für den Märkischen Kreis). Wie überall in Deutschland vernetzen sich auch in dieser Region die Pflegeberatenden von compass, um von Pflegebedürftigkeit betroffene Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen.
In Hemer kommt circa zwei Mal pro Jahr der Arbeitskreis Pflege und Demenz zusammen, um aktuelle Themen zu erörtern, Synergien zu schaffen und die fachliche Kompetenz der Mitglieder zu bündeln. Ziel ist es, gemeinsam die Versorgungssituation vor Ort zu optimieren und Lebensqualität auch bei Demenz und Pflegebedarf zu fördern und zu erhalten. Seit mehr als 9 Jahren ist compass-Pflegeberaterin Sabine Gräfe-Meyer dabei.
Immer auf dem neusten Stand
“Organisiert wird der Arbeitskreis von der Fachstelle Senioren und Behinderte der Stadt Hemer”, erzählt sie. “Der Kreis der Teilnehmenden ist groß und vielfältig. Beispielsweise nehmen Vertreter*innen des Vereins Netzwerk Demenz, von örtlichen Pflegediensten, die verschiedenen Sozialdienste der ortsansässigen Kliniken, vom Psychosozialen Dienst und der Pflegeberatung des Märkischen Kreises teil. Auch weitere Angebote für Senior*innen und Entlastungsangebote sind vertreten.”
So facettenreich wie die Mitglieder des Arbeitskreises ist auch die Tagesordnung: Die Treffen starten in der Regel mit Neuigkeiten aus dem Stadtgebiet und nahen Umfeld sowie der Stadt und Berichten aus der Arbeit der Teilnehmenden. “Der Austausch von Neuigkeiten wird großgeschrieben und das finde ich sehr wichtig,” sagt die Pflegeberaterin. “Für die Akteur*innen in der Region ist es wichtig, immer auf dem neusten Stand zu sein. Für meine Beratungen beispielsweise bekomme ich relevante Informationen für meine Klient*innen oder erfahre von neuen Angeboten.”
Expertise nutzen
Ein weiteres Anliegen der Stadt Hemer ist der Austausch von fachlicher Expertise. So werden oftmals auch Gäste eingeladen, die zu bestimmten Themen referieren und inhaltliche Impulse geben. Zu den vorher festgelegten Themenschwerpunkten tauschen sich die Arbeitskreismitglieder intensiv aus und teilen ihre individuelle Expertise und Perspektiven. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, um Informationen nach außen zu tragen und gemeinsame Projekte umzusetzen.
Marijke Noisten von der Fachstelle Senioren und Behinderte des Stadt Hemer schätzt die Zusammenarbeit im Arbeitskreis sehr: „Der Arbeitskreis Pflege und Demenz besteht seit nunmehr 13 Jahren. Der interdisziplinäre Blick auf die Lebenswirklichkeit älterer beziehungsweise pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer Angehörigen macht es möglich, konstruktive und unkonventionelle Wege zur Abhilfe, Verbesserung und Prävention zu entwickeln. Die gute Vernetzung untereinander ist einfach beispielhaft. Für uns gilt: Zusammen leben und alt werden in Hemer!“
Auch für Sabine Gräfe-Meyer hat der Austausch im Arbeitskreis einen hohen Stellenwert. „Als Pflegeberaterin bekomme ich mit, welche Angebote Pflegebedürftigen fehlen, oder welche Informationen nicht immer bei ihnen ankommen“, erläutert sie. „Manchmal kann ich auch Hinweise auf Besonderheiten der privaten Pflegeversicherung geben. Die gebündelte Expertise nehmen die Vertreter*innen der Fachstelle Senioren und Behinderte mit in ihre Arbeit und lassen sie Mitunter in Entscheidungsfindungen oder in die Gestaltung von Angeboten einfließen.“
Ich fühle mich als Unterstützerin von Ideen, die gemeinsam entwickelt wurden.
Sabine Gräfe-Meyer, Pflegeberaterin nach § 7a SGBXI
Vortragsreihe für die Hemeraner*innen
Der Arbeitskreis Pflege und Demenz ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Vernetzung der Akteur*innen vor Ort direkt den Menschen in Hemer zugutekommt. So hat sich aus dem Arbeitskreis eine Vortragsreihe entwickelt, die von der Pflegeberatung des Märkischen Kreises, Sabine Gräfe-Meyer und weiteren Akteur*innen alle zwei Jahre gestaltet wird.
„In der Regel setzen wir bestimmte Schwerpunktthemen und schauen, wer von uns dazu referieren kann, oder ob wir gegebenenfalls weitere Referent*innen einladen“, erzählt die compass-Pflegeberaterin. „Im letzten Jahr richteten sich die Vorträge beispielsweise besonders an pflegende Angehörige. Daraus hat sich dann sogar eine Selbsthilfegruppe gebildet.“
Oftmals entsteht bei den Vorträgen ein reger Austausch. „Wir gestalten die Vorträge immer sehr lebendig, Zwischenfragen sind erlaubt,“ so Sabine Gräfe-Meyer. „Viele kommen mit sehr spezifischen Fragen und teilen dann natürlich auch mal etwas über ihre persönliche Situation. So kommt man dann in der Gruppe ins Gespräch. Auch für Frust und Probleme ist Raum. Es ist dieser Austausch, den ich besonders erfüllend finde, sowohl bei den Vorträgen vom Arbeitskreis Pflege und Demenz als auch bei meinen täglichen Beratungsgesprächen. Es ist toll, nicht nur wertvolle Informationen weitergeben zu können, sondern Betroffenen auch eine Möglichkeit zur psychosozialen Entlastung zu bieten.“
Durch die verlässliche Kooperation mit den Pflegeberatungen vor Ort gelingt es eine zielführende – und zugleich passgenaue – Versorgung und Unterstützung im Sinne der Betroffenen auf den Weg zu bringen.
Marijke Noisten, Fachstelle Senioren und Behinderte, Stadt Hemer
Infomaterial bestellen
In unserem Online-Ratgeber pflegeberatung.de können Sie Informationsmaterial zu Pflegethemen downloaden oder kostenfrei bestellen. Sie finden dort
- Planungshilfen
- Formulare
- Checklisten
- Infomaterial
Ihr Kontakt
Stellenangebote
Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit bei compass haben, schauen Sie sich gerne bei unseren aktuellen Stellenangeboten um. Bei Rückfragen steht Ihnen unser Personalbereich zur Verfügung.
anfrage.personal(at)compass-pflegeberatung.de