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Gemeinsam stark: Netzwerk zur Sichtbarkeit von Autismus

Vom spontanen Einstieg bis zum intensiven Austausch: Warum Vernetzung, Aufklärung und echte Begegnungen für Familien mit einem autistischen Familienmitglied den entscheidenden Unterschied machen.

Die Lechfelder Autismus Initiative steht exemplarisch für die Bedeutung regionaler Netzwerkarbeit im Bereich Autismus. Als Teil des gemeinnützigen Vereins Autismus Bayern e.V. ist sie eingebunden in eine landesweite Struktur, die sich für die Belange von Menschen mit Autismus sowie deren Familien einsetzt. Im Zentrum steht dabei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften, bei der sich auch compass-Pflegeberaterin Sabine Moder im Rahmen eines Vortrages einbringen konnte. 

Auf einem Tisch liegen viele ausgebreitete Flyer zum Thema Autismus.

Bedeutung des Netzwerks

Das Netzwerk hat zum Ziel, die lokale Vernetzung zu fördern und die Informationsverbreitung zu verbessern, um die Versorgungslage nachhaltig zu stärken. Bei einer Selbsthilfegruppe, die in diesem Rahmen für Betroffene, Angehörige sowie Eltern in Lechfeld und Umgebung angeboten wird, steht der Austausch im Mittelpunkt: Erfahrungen werden geteilt, Ideen und Lösungsansätze gemeinsam entwickelt und persönliche Geschichten erzählt. Dieses gegenseitige Verständnis schafft nicht nur Unterstützung, sondern auch neue Perspektiven im Umgang mit Autismus im Alltag. Auch compass-Pflegeberaterin Sabine Moder schätzt diesen Rahmen sowie das Angebot und betont die Wichtigkeit des Netzwerks: „In unseren Beratungen ist Autismus immer mal wieder Thema. Für betroffene Familien spielen oft aber auch der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung eine große Rolle. Deshalb sind Selbsthilfegruppen wie diese so wichtig.“ 

Besonders hebt die Pflegeberaterin die Möglichkeit hervor, landkreisübergreifend an Veranstaltungen der Selbsthilfegruppe teilzunehmen. Auch die Präsenz des Netzwerks in den sozialen Median trägt zur Reichweite und Sichtbarkeit bei: Dort werden unter anderen auch Vorträge und Inhalte aus dem Netzwerk geteilt. 

Spontan, aber wirksam

„Ich bin tatsächlich sehr spontan dazu gekommen“, erzählt Sabine Moder. Die Gelegenheit zum Vortrag ergab sich aus einer Beratungssituation mit einer Mutter, in der das Thema von Selbsthilfegruppen zur Sprache kam. In diesem Kontext wurde sie direkt angesprochen, ob sie sich einen Vortrag in dem Netzwerk vorstellen könnte. Bereits zuvor hatte sie Berührungspunkte mit dem Thema, da sie schonmal einen Vortrag zu diesem Thema in einer ADHS-Selbsthilfegruppe gehalten hatte. Eine gute Vernetzung ist für compass untrennbar mit der bestmöglichen Beratungsqualität verbunden, weshalb sich die Pflegeberater*innen wie Sabine Moder, um gute Netzwerkkontakte in der Region bemühen.

Fachlicher Austausch und Aufklärung

Innerhalb des Vortrages, der am 20.03.26 in der kath. Kirche St. Martin in Lagerlechfeld stattgefunden hat, wurde den Teilnehmer*innen nicht nur compass und das Angebot der unabhängigen, kostenfreien und neutralen Pflegeberatung vorgestellt, sondern auch das Thema Begutachtung bei Kindern behandelt. Dabei wurde deutlich, dass viele Eltern auf Situationen wie auf ein Gespräch mit dem*der Begutachter*in unzureichend vorbereitet sind oder sich in der Situation allein gelassen fühlen: „Das führt natürlich zur Frustration“, erzählt Sabine Moder. Deshalb achten die Pflegeberater*innen bei compass bei der Beratung darauf, die Klient*innen gut auf die Begutachtung vorzubereiten, sodass diese sich an die Hand genommen fühlen. Genau hier setzt auch die Arbeit im Netzwerk an: Aufklärung, Sensibilisierung und Unterstützung.

Nach dem Vortrag gab es eine anschließende Fragerunde, die einen anregenden Austausch gefördert und Raum für individuelle Anliegen geschaffen hat. Außerdem ermöglicht der Austausch mit anderen Akteur*innen innerhalb des Netzwerks, neue Angebote und Anbieter*innen kennenzulernen und von den Informationen anderer Netzwerke zu profitieren. Auch regional ergeben sich wertvolle Kontakte, die den Klient*innen in den Beratungen weitergegeben werden können. 

Ihr Fazit zu diesem Zusammenkommen? „Der Abend mit dem Netzwerkpartner war sehr angenehm, wohlwollend und wertschätzend. Ich freue mich auf neue Erfahrungen bei weiteren Selbsthilfegruppen und über die Möglichkeit, über das Angebot von Pflegeberatungen aufklären zu dürfen.“

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